Über mich

An meine erste Yogaklasse kann ich mich noch ganz genau erinnern. Volkshochschule Schöneberg am Barbarossaplatz. Kundalini Yoga. “Yoga scheint ja was Gutes zu sein…” und “Wenn’s hilft…”, solche Gedanken hatte ich damals. In der Zeit hatten mich Studium, nebst obligatorischer Großstadtdepression und dem Gefühl vom verloren sein in der Großstadt den Hauptteil meines Alltagsdaseins bestimmt. Ich kam in den Raum, wo ausschließlich Frauen und der in weiß gekleidete Yogalehrer, der mich förmlich erwartend mit einem: “Willkommen!” begrüßte. Natürlich war ich zu spät. Der Anblick des in weiß gekleideten Yogalehrers und der leichte Duft von Räucherstäbchen hatte nmich zu der Zeit noch irritiert. “Ich setze mich mal ganz hinten hin.”, dachte ich mir. So geschehen begann die Klasse auch schon mit dem Mantra:
 

„Aad Guru Nameh Jugad Guru Nameh Sat Guru Nameh Siri Guru Dev Nameh“

Das klassische Eröffnungsmantra beim Kundalini. Da ich damals keinerlei Widerstände mehr inne hatte, so nach dem Motto: “Mir ist egal was ich mache, hauptsache ich fühle mich besser.”, sang ich einfach mit und las vom Zettel ab. Dieser war schon etwas vergilbt und war durchaus schon lange in Benutzung. Ohne das ich es bemerkt hatte, war ich sehr ergebend und hingebungsvoll in der Klasse. Bei mir herrschte Endzeitstimmung im Gemüt und die letzte Hoffnung in meinem Innern verhalf mir zu dieser Hingabe. So erkläre ich mir das jedenfalls. – Hingabe, das Bhakti Yoga, ist eine der vier Yogawege nach Patanjali – dazu mehr in meinen Klassen. Nach der Klasse ging es mir bedeutend anders. Ich war energetisiert und habe in vielen der Kriyas (Übungsreihen im Kundalini Yoga) starke Vibrationen im Körper gespürt. Ich war sehr positiv von der unmittelbaren Wirkung von Kundalini Yoga beeindruckt. Mein innerer Yogi war erwacht. Seither ist Yoga in allen möglichen Varianten ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens geworden. Mehr als nur als Sport und Ausgleich, ist mir Yoga ein Leitfaden und ein Rahmen, in dem sich mein Alltag stattfindet.
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Nach meiner Ausbildung habe ich erkannt, dass Yoga ein umfangreiches, schier unüberschaubares Konzept zur Lebensführung ist und vielerlei Methoden, Ideen, Auffassungen, Philosophien und Praktiken bietet. Yoga ist sehr vieles und weitaus mehr als einfach nur Asana (Yogahaltungen) Praxis.
 
Seit den letzten Jahren nimmt Yoga und Meditation einen immer größeren Raum in meinem Alltag ein. Die Idee Yogalehrer zu werden reifte immer stetig und meist auch unbewusst in mir heran. So dass ich im Sommer 2017 den Entschluss fasste, endlich eine Ausbildung zu machen. Also schmiss ich die Rechenmaschine an und suchte nach Ausbildungen und wurde in Kerala in Südindien fündig. Bei Shiva und seiner Schule Shiva Rishi Yoga absolvierte ich meine 200 stündige Ausbildung zum Hatha und Vinyasa-Yogalehrer. Ohne Umschweife hatte ich natürlich auch die Idee sofort zu unterrichten. Und damit wurde Maikind Yoga geboren.